Ski in Auvergne: Tipps und mehr

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Ski in Auvergne. Dazu gehören unzählige Skigebiete, Lifte und Bahnen im französischen Zentralmassiv. Ein echtes Wintersportparadies für Anfänger und Fortgeschrittene.

Ski in Auvergne: Die besten Skigebiete im Zentralmassiv

Es müssen nicht immer die Alpen oder Skifahren auf dem Gletscher sein. Ski in der Auvergne ist längst kein Geheimtipp mehr und bis in Höhen von 1850 Meter möglich. In den größeren Wintersportorten befinden sich zahlreiche Lifte und Bahnen, welche Besucher in die Skigebiete bringen. Das Besondere: Man fährt Ski quasi auf dem Vulkan. Denn die Region hat eine feurige Vergangenheit und noch heute zeugen speziell geformte Berglandschaften mit wild eingeschnittenen Tälern ein ganz eigenes Gepräge, das sich deutlich von alpinen Regionen unterscheidet.
Tipps zum genussvollen Skifahren sind aber allgemein gültig und können sowohl in den Alpen als auch beim Ski in der Auvergne umgesetzt werden.

Video: DSV-Experten-Tipps | Genussvoll Ski fahren (Ski Alpin)

Vom höchsten Gipfel ins Tal fahren

Höchste Erhebung ist der Puy de Sancy mit 1885 Metern. Er ist ein riesiger kegelförmiger Berg und vereint die größte Skischaukel der Region. Man könnte meinen, auf einem Gletscher zu stehen, so wirkt die Szenerie. Dort oben haben sich die Skigebiete Super Besse und Mont Dore vereint. Lifte und Bahnen transportieren die Menschen auf den Gipfel und bieten Skifans zusammen etwa 85 Pistenkilometer.

Solche traumhaften Winterbilder findet man nicht jeden Tag in der Auvergne, umso wertvoller sind sie. (#1)

Solche traumhaften Winterbilder findet man nicht jeden Tag in der Auvergne, umso wertvoller sind sie. (#1)

Ski in Auvergne: Die beiden größten Destinationen

Skigebiete dieser Größenordnung sind selten im Zentralmassiv der Auvergne. Einzig Le Lioran mit seinen 60 Pistenkilometern reicht an die Bedeutung der Skischaukel heran. Die Möglichkeiten in diesen beiden Orten sind vergleichbar und reichen von Abfahrtski über Langlauf bis hin zu Snowboarden oder Freestyle Jumping mit Gummimatratzen. Ein sehr neuer Trend, den manche Skigebiete inzwischen im Programm haben. Schon älter ist die Möglichkeit, in der Nacht unter Flutlicht Ski zu fahren.

Die schönsten Skigebiete der Auvergne im kurzen Überblick:

  • SuperBesse – Puy de Sancy mit 43 Kilometer Strecke, 19 Liften und Bahnen auf einer Meereshöhe von 1300 bis 1850 Meter
  • Le Lioran mit 60 Kilometern und 17 Skiliften und Seilbahnen. Höhe des Skigebiets: 1160-1850 Meter.
  • Chastreix – Puy de Sancy , gelegen auf 1350-1730 Metern. 7 Lifte und 16 Kilometer können Skifans fahren.
  • Le Mont Dore auf 1200 bis 1840 Meter bietet 41 Kilometer und 14 Lifte/Bahnen

Ski in Auvergne: Kenner bevorzugen kleine Skigebiete

Im Gegensatz zu den Alpen gibt es keine Gletscher und auch die Zahl großer Wintersportorte ist überschaubar. Das ist aber kein Problem, denn gerade in den winzigen Skidörfern herrscht oft eine entspanntere Atmosphäre. Saint Urcize, Mézenc oder La Loge de Gardes gehören zu dieser Kategorie. Oft sind Abfahrten nur auf wenigen Kilometern möglich und die Anzahl der Lifte und Bahnen ist begrenzt. Aber dennoch oder vielleicht sogar deshalb, muss man in der Regel nicht lange warten, bevor man in die Skigebiete hinauf transportiert wird.

Was die Orte verbindet, ist das lässige Flair französischer Wintersportdestinationen. In der Regel herrscht gerade in den weniger besuchten eine lockere, familiäre Stimmung vor. Umso mehr, wenn man in Pensionen eincheckt, wo die Gastgeber selbst in der Nähe wohnen. In einem solchen Fall kann man als Urlauber doppelt profitieren. Bei Sympathie verraten die Gastgeber gerne Insider-Tipps hinsichtlich besonders schöner Gegenden oder Abfahrtsstrecken. Es kann sich definitiv lohnen, genauer hinzuhören, um alle Schönheiten der Region und ihr Angebot in Sachen „Ski Auvergne“ mitzunehmen.

Ski in Auvergne: Einfacher war es noch nie, passende Unterkünfte zu buchen

Auf Portalen im Internet ist es sehr leicht, die gewünschte Destination zu entdecken und bei Bedarf gleich zu buchen. Man wählt aus, ob man in Ferienhäuser, Hotels, Pensionen oder sogar auf Bauernhöfen der Region einchecken möchte. Jetzt noch eingeben, zu welchem Termin man den Ski in der Auvergne erleben möchte (beste Reisezeit ist übrigens von Anfang Dezember bis Ende Februar) und die Suchmaschine filtert gewünschte Unterkünfte an allen möglichen Orten heraus.

An sich schon ein Highlight ist die Fahrt in der Skigruppe auf den Gipfel. Die Auvergne bietet im Winter oft ideale Bedingungen für unbeschwertes Skivergnügen. (#2)

An sich schon ein Highlight ist die Fahrt in der Skigruppe auf den Gipfel. Die Auvergne bietet im Winter oft ideale Bedingungen für unbeschwertes Skivergnügen. (#2)

Extra-Tipp: Vorsicht vor Abzocke bei Ferienwohnungen

Hat man ein passendes Objekt gefunden, sollte man insbesondere bei Ferienwohnungen von privat an privat vorsichtig sein. Bei Angaben zum Preis auf mögliche Nebenkosten achten, die gerne im Kleingedruckten stehen oder auch mögliche Betrüger entlarven, die Ferienobjekte anbieten, welche gar nicht existieren. Besonders wenn die genaue Adresse des Objekts nicht angegeben ist und der Anbieter nur per E-Mail erreichbar ist, sollte man vorsichtig sein, um nicht Geld hinauszuwerfen. Auch sollte stets nur eine Anzahlung geleistet werden und niemals das ganze Geld im Voraus überwiesen werden.

Ist alles gut gegangen und hat man den Schlüssel erhalten, beginnen die Ferien. Ski in der Auvergne, aber auch viele weitere Aktivitäten, warten auf die Besucher dieser landschaftlich reizvollen Region. Denn die Konkurrenz schläft nicht und nicht weit entfernt befinden sich die monumentalen Skianlagen Frankreichs wie La Plagne oder Les Arcs mit ihren Bettenburgen und einem riesigen Angebot, mit der allerdings auch die größten Skiorte der Auvergne nicht mithalten können. Deren Reiz ist anders gelagert und hier dominiert viel stärker der naturnahe Tourismus in nicht allzu großen Höhen bis ungefähr 1800 Meter. Es kann alleine deshalb nicht nur um klassischen Abfahrtsski gehen.

Ski in Auvergne: Wanderungen mit Schneeschuhen oder Fahrten mit Hundeschlitten als Kontrastprogramm

Längst müssen sich Betreiber umstellen und offerieren ihren Urlaubern weitere Angebote, um im Zentralmassiv einen tollen Urlaub im Schnee anzubieten. Zu dieser Kategorie gehören sowohl Schneewanderungen mit speziellen Schuhen als auch Fahrten mit dem Hundeschlitten durch eine verschneite Traumlandschaft. Der besondere Vorteil: In beiden Fällen kommen die Besucher im Winter in Gegenden, die als normaler Spaziergänger nicht erreicht werden können. Man ist also als Abenteurer unterwegs und entdeckt dank fachkundiger Begleitung durch einheimische Guides die schönsten Viertel.

Auch im Sommer eine wenig bekannte schöne Landschaft

Keine Frage, Ski in der Auvergne bietet mehr, als manch verwöhnter Skifan aus den Alpen vermutet, auch wenn natürlich Gletscher fehlen. Noch überraschender ist aber, dass ein Besuch auch in den Sommermonaten lohnt. Auf den Vulkanen, wo im Winter noch Ski gefahren wurde, können Gäste nun wandern und einzigartige Landschaftsbilder vorfinden.

Ski in Auvergne: Es lohnt, die Bretter abzuschnallen und weitere Highlights der Region zu entdecken

Und auch Städte locken Besucher zu jeder Jahreszeit an. Die Auvergne gilt als Land der Quellen und von Volvic bis hin zur wohl berühmtesten Bäderstadt Frankreichs, Vichy, sprudeln diverse Mineralquellen, die in alle Welt exportiert werden. Weiterer Exportschlager sind die vielfältigen Käsesorten, die viele Touristen bestimmt schon einmal getestet haben: Vom Cantalkäse mit zweihundertjähriger Tradition über den cremigen St. Nectaire bis hin zum milden Schimmelkäse Bleu d`Auvergne ist es das Käseland schlechthin.

Fazit: Ski in der Auvergne ist eine gute Alternative für alle „normalen“ Skifahrer, die keinen gigantischen Skizirkus mit Gletscher wünschen, sondern im Gegenteil das ganz besondere Vergnügen, unter südfranzösischer Sonne Skigebiete zu fahren, erleben möchten. Die Auvergne ist natürlich nicht in erster Linie als Skidestination bekannt. Was sich dort im Zentralmassiv entwickelt hat, verdient aber jede Aufmerksamkeit.


Bildnachweis: ©shutterstock – Titelbild: oneinchpunch -#1: Creative Travel Projects -#2: creartcolors

About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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