Schnee in der Auvergne: Skifahren & mehr

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Schnee in der Auvergne ist ein Highlight der Region. Fallt der Schneebericht positiv aus, bringt einen der Skipass von der Talstation in höhere Gebiete. Eine echte Alternative zu den Wintersportorten der Alpen.

Schnee in der Auvergne: Wie lautet der Schneebericht?

Die Region der Auvergne unterscheidet sich von den großen Skiresorts in den Alpen. Es wirkt alles intimer und Besucher spüren südfranzösisches Flair inmitten der Winterlandschaft. Schließlich befindet man sich auf der geographischen Breite von Venedig oder Mailand. Dennoch: Es gibt ihn, den Schnee in der Auvergne. Wenn er auf die von Vulkanen geprägte Landschaft fällt, verwandelt sich diese zauberhafte Gegend in ein Winterparadies.

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Die besten Skigebiete im Zentralmassiv im Überblick

Die Frage: Wo finden Touristen die besten Bedingungen für rasante Abfahrten ins Tal oder gemütliche Langlaufstrecken in der Ebene? Ein guter Tipp ist die Skidestinaton von Super Besse am Fuße des höchsten Gipfels, des Puy de Sancy mit seinen 1.885 Metern Höhe. Bis kurz unterhalb der Spitze ist Skifahren im Schnee der Auvergne möglich. Die Saison dauert in der Regel von Dezember bis April und von der Talstation hinauf können über 21.000 Besucher pro Tag mit Liften transportiert werden. Skipass nicht vergessen und das kalte Vergnügen kann sofort nach der Ankunft beginnen.

Le Lioran ist ein weiterer Hot Spot für Winterfans. Es gilt laut „skigebiete-test.de“ als das bestbewertete Skigebiet der Region und überzeugt mit seinen 60 Pistenkilometern Strecke und einer Vielzahl von Liften und Bahnen, welche die Besucher in die kühle Bergluft transportieren. Auch ist es das schneesicherste und sonnenreichste (durchschnittlich 29 Sonnentage in der Saison) unter den Resorts der Auvergne. Insgesamt 30 Bars, Pubs und Restaurants lassen auch nach dem Skifahren keine Langeweile aufkommen und bieten auch bei geringer Schneehöhe Abwechslung für die Besucher.

Die Freude und nicht die Verbissenheit sollte beim Skifahren im Vordergrund stehen. (#1)

Die Freude und nicht die Verbissenheit sollte beim Skifahren im Vordergrund stehen. (#1)

Schnee in der Auvergne: Die geringe Höhe kann Problem sein

Der Schneebericht ist noch wichtiger als in den Alpen, wo Gletscherskigebiete bis in Höhen von über 3000 Meter existieren. In der Region gibt es natürlich Schneekanonen, aber auch diese arbeiten vor allem bei kühleren Temperaturen. Ist es zu warm, bleibt dieser künstliche Schnee in der Auvergne nicht lange liegen. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte bis Ende Februar den Winterurlaub buchen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit auf eine ausreichende Schneehöhe am größten und von der Talstation bis in die Gipfellagen ist Skifahren möglich. Übrigens auf Wunsch bei Nacht unter Flutlicht.

Kein Interesse auf Skifahren? Alternative Winterfreuden sind möglich

Auch andere Aktivitäten wie Schneeschuhwandern sind natürlich nur im Schnee möglich. Liegt dieser, können faszinierende Touren genossen werden, wenn man auf verschneiten Panoramawegen in die vulkanisch geprägte bizarre Bergwelt des Zentralmassivs herunterblickt. Das ist ein Erlebnis, welches so in den Alpen nicht funktioniert. Ein weiterer Trend, der sich in den letzten Jahren entwickelte, ist das Fahren mit dem Hundeschlitten. Gezogen von kräftigen, Kälte liebenden Huskys. Hier benötigt man nicht unbedingt den Schnee der Auvergne, aber das Erlebnis ist mit weißer Pracht natürlich schöner.

Klassiker wie Rodeln ist gerade für Familien die beste Alternative zum Skizirkus und steilen Abfahrten. In praktisch jedem Skigebiet der Auvergne sind eigene Rodelstrecken in Betrieb, solange es der Schneebericht zulässt und eine ausreichende Schneehöhe gewährleistet ist.

Schnee in der Auvergne: Die Vorzüge kleinerer Skiorte

Ist Schnee vorhanden und das Wetter schön, ist der Ski-Fan glücklich. Gerade in kleineren Orten können Winterurlauber das besondere Flair der Region noch besser erleben. Intimere Orte mit weniger Stress an den Anlagen verfügen oftmals über mehr Ausstrahlung und sind für Skifahrer mit „normalen“ Ansprüchen völlig ausreichend.

Gute Beispiele sind etwa Chalmazel. Ein von Familien und Einheimischen viel besuchter Ort mit immerhin 16 Pisten und ausreichend Platz für Langlauf oder Schneeschuhwanderungen. Wichtige Vorzüge sind das beeindruckende Panorama ins Tal und keine großen Warteschlangen an den Liften. Die meisten Strecken sind gemächlich, die Atmosphäre sehr entspannend.

Infos zum Klima in der Auvergne:

  • kontinentales Klima mit (warmer Sommer, kühler Winter)
  • ideale Jahreszeiten für Wintersport sind die Monate Dezember, Januar und Februar
  • Mikroklima aufgrund unterschiedlich hoher Lagen der Auvergne (je nach Ort im Winter kalte, aber sonnige Tage)
  • Breitengrad ähnlich wie Mailand und Venedig
  • Mitte Dezember öffnen die ersten Skigebiete fürs Weihnachtsgeschäft
Zu jedem echten Skiurlaub gehört abends das feucht-fröhliche Après Ski. (#2)

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Auf gemütlichen Langlaufpisten den Winter genießen

Bei Saint Urcize handelt es sich ebenfalls um einen gemütlichen Ferienort, der keine Hektik aufkommen lässt. Ältere und Familien finden hier die nötige Erholung vom Alltag, ohne von einem zu lauten Nachtleben gestört zu werden. 6 Abfahrtspisten stehen zur Verfügung und auf bis zu 35 Kilometern sind Loipen gespurt, falls der Schnee in der Auvergne ausreichend vorhanden ist. Zusatz-Tipp: In keinem Skiort den Skipass vergessen, wer später die Piste herunter sausen will

Schnee in der Auvergne: Die Region bietet so viel mehr

Wer in der kalten Jahreszeit diese Gegend besuchen will, findet also bestimmt seinen Lieblingsort. Doch eigentlich ist diese Ecke Frankreichs ein Ziel fürs ganze Jahr und auch im Sommer ideal, um der Hitze in den Ebenen zu entkommen. Wandern in kühler Bergluft kann in dieser Zeit so wohltuend sein. Die Orte und Sehenswürdigkeiten liegen im Zentralmassiv oftmals über 1000 Metern Höhe und der Aufenthalt ist entsprechend angenehm.

Städte und kulinarische Highlights der Auvergne

Positiv: Alle Skiorte haben sich auch auf Sommerurlauber eingestellt und wer einmal ohne Schnee die bizarren Landschaften des Zentralmassivs besuchen möchte, hat hier Gelegenheit dazu. Städte wie das von der Sonne verwöhnte Clermont-Ferrand oder der seit der Römerzeit bekannte Quellort Vichy mit seinem Heilwasser und noch heute sechs aktiven Quellen lohnen einen Abstecher. Entweder, bevor man weiter in Richtung Mittelmeer fährt oder als Ausflugsziel von der Bergregion der Auvergne. Die Fahrzeit mit dem Auto beträgt nur eine gute Stunde in diese urbanen Zentren und sollte im Urlaub leicht bewältigt werden können.

Wer einmal in den Städten vor Ort ist, sollte die Küche der Auvergne testen. Eine oft mit Trüffeln der Region verfeinerte bodenständige Küche, die frische Zutaten aus der Gegend verwendet. Ein ganz besonderer Käse ist etwa der Cantal mit seiner über zweihundertjährigen Tradition in der Herstellung. Oder der Auvergne-Eintopf mit Kartoffeln, feinen Würsten und Speck. Zum Abschluss eines echten Menüs ist Flognarde ideal, ein leckerer Rührkuchen mit Birnen auf einem Likör Grad Manier.

Schnee in der Auvergne: Der wesentliche Unterschied zu Winterferien in den Alpen

Sowohl das Essen wie auch das sonnige Klima im Regenschatten des Zentralmassivs sorgen für dieses echte südfranzösisches Flair. Diese Atmosphäre ist bis in die Wintersportregionen der Auvergne zu spüren und ein wichtiger Unterschied zu den Urlaubsorten der Alpen.

Fazit: Es wäre ein großer Fehler, sich nur auf das reine Skivergnügen konzentrieren, wenn man sich in dieser Region aufhält. Die großartige Kultur, das Klima und nicht zuletzt die fantastische Küche sind genug Anlass, sich mit der Auvergne, einer ganz besonderen Gegend der Lebensfreude, zu beschäftigen. Viele, die zum ersten Mal hier ihre Ferien verbringen, sind wirklich überrascht, mehr vorzufinden als Orte mit einer Talstation und ein paar Pistenkilometern zum Runterfahren. Wer Skifahren im südlichen Ambiente und in einer ganz individuellen urwüchsigen Landschaft mag, wird von der Auvergne jedenfalls nicht enttäuscht sein. Versprochen.


Bildnachweis: ©shutterstock – Titelbild: nikolay100 -#1: Phovoir -#2: DisobeyArt

About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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